Beckenbodenrehabilitation in der Physiotherapie Physio Rehab

Beckenbodenrehabilitation in der Physiotherapie Physio Rehab

Die Physio Rehab aus Richterswil verfügt mit einem Team von acht Physiotherapeutinnen und -therapeuten über ein breites Therapieangebot, darunter auch Beckenbodenrehabilitation.

 

«Blasenleiden wie Harninkontinenz und Reizblasenbeschwerden zählen zu den häufigsten Frauenleiden», so Physio-Rehab-Geschäftsführerin Fiona Grunder. Ausgelöst werden können die Beschwerden schon bei jüngeren Frauen, beispielsweise durch die Geburt eines Kindes, aber auch durch sportliche Aktivitäten. Oft treten die Beschwerden erst nach der Menopause auf. Gemäss Statistiken sind rund 40 % der Frauen, aber auch viele Männer im Laufe ihres Lebens davon betroffen.

Indikationen für eine Beckenbodenrehabilitation

Indiziert ist eine Beckenbodentherapie bei fehlender Wahrnehmung für den Beckenboden, bei Belastungs- oder Stressinkontinenz, bei Senkung der Gebärmutter oder als präventives Training nach der Schwangerschaft. Die Beckenbodenmuskulatur ist geschwächt und in ihrer Funktion beeinträchtigt. Mit einer gezielten Beckenbodenrehabilitation können Beschwerden oft erfolgreich behandelt werden.

 

PelvicTool als ergänzendes Hilfsmittel in der Therapie

«Wir bieten unseren Patienten ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten», so Fiona Grunder. Die Hilfsmittel der Therapie werden gezielt auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt. Seit einiger Zeit wird in der Beckenbodenrehabilitation der Physio Rehab auch das PelvicTool Home & Sport eingesetzt.

Das PelvicTool ist ein digitaler Beckenbodentrainer, welcher als wahrnehmungsförderndes Hilfsmittel und zur Stärkung des Beckenbodens verwendet werden kann. Ebenso können die Therapeuten das Gerät optimal zur Verlaufskontrolle nutzen und so den Fortschritt der Patienten objektivieren. Das PelvicTool Home & Sport beinhaltet ein anatomisch geformtes Sitzkissen mit weichem Sensortube für schmerzfreies Trainieren sowie die PelvicTool-App zur Kontrolle der Trainingsleistung.

«Die Anzeige der Beckenbodenkontraktionen auf dem Tablet erleichtert uns Therapeuten die Kontrolle des Trainings», erwähnt die Geschäftsführerin. Als angenehm werde von den Patienten auch empfunden, dass bekleidet trainiert werden könne, im Gegensatz zu anderen Inkontinenz-Therapiegeräten. Das Beckenbodentraining mit dem PelvicTool ist somit eine Methode erster Wahl zur Beckenbodentherapie.

Die Physiotherapeutin betont: «Entscheidend für den Erfolg der Therapie ist das regelmässige Üben zu Hause und Verhaltensänderungen im Alltag, beispielsweise Entlastungsstellungen oder eine Änderung des Trinkverhaltens».

Für die Beckenbodentherapie ist eine ärztliche Verordnung entweder des Gynäkologen oder des Hausarztes erforderlich. Fiona Grunder: «Oft scheuen sich die Patienten, ihre Ärztin oder ihren Arzt auf Beschwerden anzusprechen und warten so lange abbis der Leidensdruck zu hoch ist. Das ist schade, denn mit gezielter Beckenbodentherapie lassen sich die Beschwerden oftmals erfolgreich lindern oder ganz beseitigen.»

Physio Rehab Richterswil
Gartenstrasse 10

8805 Richterswil

Tel. 044 784 95 70

www.physio-rehab.ch

Therapeutin-Grunder Rehab

«Die Patientinnen  und Patienten reagieren sehr gut auf das Gerät. Es zeigt ihnen sofort und direkt, ob und wie gut sie den Beckenboden ansteuern können.»

Fiona Grunder

Physiotherapeutin, BSc PT, Physio Rehab, Richterswil

Das Alonea PelvicTool unterstützt Sie bei der Wahrnehmung, Kontrolle und Stärkung des Beckenbodens.

 

Beckenboden trainieren mit dem PelvicTool von Alonea

Zielführendes Beckenbodentraining in der Physiotherapie

Zielführendes Beckenbodentraining in der Physiotherapie

Im Praxis- und Klinikalltag steht die Beckenbodentherapie oft vor der Herausforderung, den hohen Erwartungen der Patienten bei gleichzeitig begrenzter Behandlungszeit gerecht zu werden. Der Beckenbodentrainer PelvicTool von Alonea hat sich dabei als hilfreiches Test- und Trainingsgerät etabliert. Mit effizienten und messbaren Trainingsprogrammen unterstützt es Therapeuten dabei, gezielt und zeitsparend zu arbeiten.

In diesem Beitrag teilen die erfahrenen Physiotherapeutinnen Nadja Büttner und Gabriele Freiburg ihre praxisorientierten Erfahrungen mit der Anwendung des Alonea PelvicTool in der Beckenbodentherapie.

Interview in der deutschen Fachzeitschrift  „PhysioD“ des Deutschen Verbands für Physiotherapie e.V., Ausgabe 4/2024.

physiotherapeutin nadja büttner
Nadja Büttner, B.Sc. Physiotherapeutin M.Sc. OMT, Leitung Gynäkologie, Geburtshilfe, Proktologie,
Urologie bei Therapy4U. Beckenbodentherapie nach AGGGUP PhysioPelvica® Methode.
www.therapy4u.de
physiotherapeutin-beckenboden-freiburg
Gabriele Freiburg, staatl. geprüfte Physiotherapeutin, Leitung Physikalische Therapie in der Sauerlandklinik Hachen, Beckenboden Kursleiterin nachdem BEBO® Konzept, sektorale Heilpraktikerin Physiotherapie.
www.sauerlandklinik-hachen.de

 

Welchen Patientengruppen empfehlen Sie das PelvicTool von Alonea?

Männern präoperativ und postoperativ nach vier Wochen, je nach Beschwerden und Aktivierungszustand der Muskulatur. Frauen mit Beschwerden nach Entbindung, sowie Frauen und Männer mit Problemen bei der Kontinenzsicherung. Auch Schmerzen im unteren Rückenbereich können mit der Beckenbodenmuskulatur zusammenhängen. Ebenso allen, die ihren Beckenboden näher kennenlernen und trainieren möchten.

Können Ihre Patienten mit dem Gerät ganz gezielt Trainingsziele ansteuern? Und nach wie vielen Trainings zeigten sich erste Erfolge?

Ja, es können verschiedene Trainingsziele angesteuert werden. Je nach Defizit lassen sich auf dem PelvicTool, wie auch nach Aussage der Patienten, schon nach den ersten zwei bis vier Sitzungen Erfolge erzielen.

Bei welchen Indikationen haben Sie mit dem PelvicTool besonders gute Erfahrungen gemacht?

Bei Harnlassen-Problematik. Beispielsweise kann das Pressen beim Miktionsvorgang bereits in den ersten Sitzungen gut bewusst gemacht und beeinflusst werden. Gerade beim Mann steigert es schneller die Wahrnehmung für die richtige Sitz- oder Standpostition sowie das Gefühl für einen entspannten Beckenboden.

Frau Freiburg, weshalb setzen Sie das PelvicTool bei diesen Indikationen ein?

Bei der Multiplen Sklerose haben wir es unter anderem häufig mit Sensibilitätsstörungen zu tun. Das erschwert die Therapie. Dysfunktionen der Beckenbodenmuskulatur erfordern daher unterschiedliche Therapieansätze. Das Visualisieren der Muskelaktivität im Bereich des Beckenbodens ist eine große Hilfe für den Patienten und den Therapeuten. Beide Seiten erlangen eine gewisse Kontrolle und Feedback.

Der Patient sieht „das tue ich“. Zusätzlich geben die Trainingsprotokolle in der App einen guten Überblick über den Fortschritt. Für den Patienten spielt die Motivation eine große Rolle; diese wird bei dem Alonea PelvicTool in jedem Fall gefördert.

Mit welchem Erfolg?

Mit gutem Behandlungserfolg, der auf der physischen Ebene die Haltungskontrolle sowie die Entleerungs- und Speicherfunktion für Urin und Stuhl verbessert, das Risiko eines Harnweginfekts reduziert und auf der psychischen Ebene die Lebensqualität und Motivation verbessert, was das Risiko des sozialen Rückzugs minimiert.

NB: Gerade beim Beckenbodentraining sind Dranbleiben, Ausdauer und Disziplin gefragt, da die Ansteuerung der Beckenbodenmuskulatur immer auch eine kognitive Leistung darstellt und der Muskel nicht sichtbar ist. Da hilft das PelvicTool bei der Motivation und bei der Erfolgssteigerung, auch weil Patienten zuhause im Alltag leicht darauf trainieren können.

 

Das PelvicTool Home & Sport, entwickelt vom Schweizer Medizintechnikunternehmen Alonea AG, ist im ausgewählten Fachhandel sowie im Webshop erhältlich.

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Beckenboden-Physiotherapie Medbase, Winterthur: PelvicTool als unterstützendes Hilfsmittel in der Rehabilitation

Beckenboden-Physiotherapie Medbase, Winterthur: PelvicTool als unterstützendes Hilfsmittel in der Rehabilitation

 


Einsatz des Beckenbodentrainers «Alonea PelvicTool» in der professionellen Beckenboden-Physiotherapie.

Durch die Kombination aus patientenzentrierter Physiotherapie und eigenständigem Training zu Hause können viele Beckenbodenbeschwerden nachhaltig behandelt werden. Das medizinischen Gesundheitszentrum der Medbase Winterthur setzt bei der Beckenbodenrehabilitation der Patienten unterstützend das PelvicTool Home & Sport ein.

 

Seit weit über zwanzig Jahren ist Susanne Egli Spezialistin für Beckenboden-Rehabilitation und bereichert mit ihrem umfassenden Wissen die Medbase-Praxis in der Brunngasse 6 in Winterthur. In ihrem Praxisalltag kommt nach sorgfältiger Untersuchung mit Standortbestimmung auch der Beckenbodentrainer PelvicTool Home & Sport. zum Einsatz, welcher Patienten beim selbständigen Training zu Hause erfolgreich begleitet.

Als Physiotherapeutin begann Frau Egli sich nach der Geburt ihrer zwei Kinder und der damit verbundenen Veränderung ihres eigenen Körpers für die verborgene Muskulatur zu interessieren. Der persönliche und intime Charakter ihrer Arbeit, kombiniert mit den sehr unterschiedlichen Beschwerdenbildern, ist genau die Art spannender Herausforderung, die sie an ihrem Beruf so schätzt.

 

Tabu-Thema Beckenboden?

Obwohl mittlerweile vielerorts offen über Harninkontinenz gesprochen wird, sind bei Weitem nicht alle Probleme rund um Schwäche oder auch Überspannung der Beckenbodenmuskulatur enttabuisiert. Dazu zählen beeinträchtigte Ausscheidungsfunktionen, Senkungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder ganz allgemein Schmerzen im Bereich von Blase, Scheide und Enddarm, die sich in unmittelbarer Nähe des Beckenbodens befinden.

„Auch ein überaktiver Beckenbodenmuskel ist keine Seltenheit und sollte durch gezielte Entspannungsübungen therapiert werden.“

Susanne Egli

Physiotherapeutin, Medbase Winterthur, Brunngasse

Probleme mit dem Beckenboden können alle Altersgruppen betreffen, wobei das Risiko einer Inkontinenzproblematik bei Frauen mit zunehmendem Alter ansteigt. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erfordert eine zusätzliche Spezialisierung in der Beckenboden-Physiotherapie. Männer sind ebenfalls von der Problematik betroffen, besonders oft nach einer Prostata-Operation. In der Konsequenz verlieren viele Patienten an Selbstvertrauen und verkleinern ihren Bewegungsradius bis hin zur Isolation, denn schon ein einfacher Ausflug in die Stadt kann zur psychischen Belastung werden.

 

Professionelle Begleitung für nachhaltigen Therapieerfolg

Umso wichtiger ist es, sich im Beschwerdefall in professionelle Hände zu begeben und eine sorgfältige Standortbestimmung vorzunehmen. Vorab stellt Susanne Egli anhand einer vaginalen oder analen Untersuchung fest, ob und in welchem Mass eine Unter- oder Überaktivität vorliegt und ob der/die Betroffene überhaupt in der Lage ist, den Beckenbodenmuskel selektiv anzusteuern.

Susanne Egli unterstreicht: «Rund ein Drittel der Betroffenen spüren nicht genau, wo sich der Beckenboden befindet, können ihn deshalb auch nicht gezielt an- und entspannen oder kompensieren gar die Bewegung durch Aktivierung anderer Muskelgruppen.»

Dies kann bei Geräten mit Drucksensoren dazu führen, dass Patienten positive Rückmeldungen zu ihrem Training erhalten, obwohl sie anhand falscher Muskelgruppen ausgelöst werden. Es ist Susanne Egli deshalb ein grosses Anliegen, zuerst während einiger Physiotherapie-Sitzungen die Fähigkeit des korrekten Anspannens mit den Patienten zu erarbeiten. Ist das Bewusstsein dafür aber einmal entwickelt, können Symptome durch regelmässige Trainingseinheiten zu Hause verringert und die Lebensqualität innert weniger Wochen deutlich und langfristig gesteigert werden.

«Unser Ziel ist es, Patienten während mehrerer Sitzungen für das Training und den Gebrauch der Beckenbodenmuskulatur im Alltag zu sensibilisieren und sie dann in die Selbständigkeit zu entlassen», so Susanne Egli.

Beckenboden-Physiotherapie Hilfsmittel PelvicTool Alonea

Neuromuskuläres Training mittels Biofeedback

Für die Arbeit mit den Patienten eignet sich das Alonea PelvicTool aus verschiedenen Gründen hervorragend, wie die Beckenboden-Therapeutin erklärt: «Da kein Sensor in den Körper eingeführt werden muss, braucht es seitens der Patienten kaum Überwindung, weshalb das Gerät im Praxisalltag ohne grossen Aufwand auch für kürzere Trainingseinheiten zum Einsatz kommt.» Das PelvicTool besteht aus der Trainings-App sowie einem Sitzkissen mit einem mittig platzierten Sensortube, auf den sich der Patient in leichter Trainingskleidung setzt. Beim Training mittels Biofeedback wird das Anspannen und Entspannen der Beckenbodenmuskeln mittels Sensoren gemessen und in der PelvicTool-App sichtbar gemacht. So kann während der Therapiesitzung in Echtzeit auf dem Smartphone oder Tablet kontrolliert werden, ob der Patient im richtigen Mass trainiert. Individuelle Einstellungen der Trainingsprogramme sind ebenso möglich wie geführte oder freie Trainings.

 

Ob eine Beckenbodenschwäche oder Überspannung therapiert werden muss, das Alonea PelvicTool ermöglicht ein zielgerichtetes Training. Durch die einfache Handhabung eignet sich der Beckenbodentrainer sehr gut zum Verleih an Patienten: Er ist einfach zu bedienen und motiviert durch kurze, abwechslungsreiche Trainingseinheiten mit Fortschrittskontrolle zum eigenständigen Training.

Denn, sagt die Beckenboden-Physiotherapeutin Susanne Egli entschieden: «Um eine langfristige Verbesserung zu erzielen und zu erhalten, muss das Beckenbodentraining für immer in den Alltag integriert werden.»

Medbase Winterthur Brunngasse

Brunngasse 6

8400 Winterthur

 

Tel. +41 52 260 37 80
winterthur-brunngasse@medbase.ch

www.medbase.ch

 

Der Beckenboden – wo befindet er sich und warum ist er so wichtig?

Der Beckenboden – wo befindet er sich und warum ist er so wichtig?

Viele Frauen und noch mehr Männer haben kaum Kenntnis darüber, wo ihr Beckenboden liegt und welche Funktionen er erfüllt. Bei Frauen führt oft eine Schwangerschaft dazu, dass sie sich mit ihrem Beckenboden auseinandersetzen. Andere stossen erstmalig auf das Thema, wenn Beschwerden wie etwa eine Stuhl- oder Harninkontinenz auftreten. Ein gezieltes Training, beispielsweise mit dem Beckenbodentrainer PelvicTool kann die Beckenbodenmuskulatur stärken und derartigen Beschwerden vorbeugen.

Lage und Aufgabe des Beckenbodens

Der Beckenboden besteht aus verschiedenen Muskeln sowie Bindegewebe und bildet den Boden des Beckenausgangs. Er trägt dazu bei, die inneren Organe in ihrer Position zu halten und die Körperhaltung zu stabilisieren. Darüber hinaus ist er wesentlich daran beteiligt, dass die Entleerung der Blase und des Enddarms kontrolliert erfolgen kann. Auch einer grossen Druckerhöhung im Bauchraum hält eine gute Beckenbodenmuskulatur stand. So kann der Beckenboden zum Beispiel ebenso beim Husten oder Niesen die Blase und den Darm geschlossen halten. Ausserdem erfüllt er wichtige Aufgaben bei Sexualität, Potenz und Schwangerschaft.

  

Herausforderungen für den Beckenboden bei Frauen

Eine besondere Herausforderung für den Beckenboden stellen bei Frauen Schwangerschaft und Geburt dar. Während der Schwangerschaft lastet ein hoher Druck auf dem Beckenboden, der hormonell bedingt zudem weicher wird. Ein grösseres Risiko besteht bei der Geburt, durch die der Beckenboden Verletzungen und Funktionsstörungen erleiden kann. Dies kann zu einer Stuhl- oder Harninkontinenz, Senkung von Gebärmutter, Darm und Blase sowie zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen.

Neben Schwangerschaft und Geburt gibt es noch weitere Risikofaktoren, die den Beckenboden schwächen und derartige Beschwerden hervorrufen können. Dazu gehören unter anderem Operationen im Bereich des Beckens, falsche Belastungen wie beim Heben schwerer Gegenstände, schlechte Körperhaltung und Übergewicht. Des Weiteren kann die Menopause den Zustand des Beckenbodens durch die hormonelle Umstellung negativ beeinflussen.

 

 

 

 

Beckenboden Frau

Stärkung der Beckenbodenmuskulatur auch für Männer sinnvoll

Bei Männern kommen ebenfalls eine schlechte Körperhaltung, Übergewicht und ähnlichen Faktoren als Ursache für eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur infrage. Insbesondere können jedoch Veränderungen der Prostata wie etwa eine gutartige Prostata-Vergrösserung sowie Prostata-Operationen dazu führen, dass eine gezielte Stärkung der Beckenbodenmuskulatur notwendig wird.

Das Beckenbodentraining kann dann Beschwerden wie eine Inkontinenz mindern oder sogar verhindern. Ebenso kann sich eine stärkere Beckenbodenmuskulatur positiv auf eine erektile Dysfunktion auswirken.

 

 

Beckenboden Mann

Beckenbodenmuskulatur spüren und trainieren

Unabhängig von Alter und Geschlecht sollten Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur regelmässig trainieren, um sie zu stärken und besser neuro-muskulär kontrollieren zu können. Dadurch können Sie Beschwerden wie unter anderem einer Inkontinenz vorbeugen.

Ihnen stehen dazu verschiedene Methoden zur Verfügung. Da aber nicht jeder seinen Beckenboden vor dem Trainingsbeginn fühlt, können speziell dafür entwickelte Geräte das Beckenbodentraining erleichtern. Das Beckenbodentrainingsgerät PelvicTool arbeitet nach der sogenannten Biofeedback-Methode. Es misst Druckveränderungen, die durch Anspannung und Entspannung der Beckenbodenmuskulatur entstehen.

Sie können Ihr Smartphone oder Tablet mit dem PelvicTool verbinden und mit der zugehörigen App die Bewegungen Ihres Beckenbodens verfolgen. In jedem Fall ist es ratsam, wenn Sie sich zumindest am Anfang von einer Fachperson beim Beckenbodentraining begleiten lassen. Das PelvicTool ist für Frauen und Männer gleichermassen geeignet. Der Sensor muss nicht wie bei manchen anderen Beckenbodentrainingsgeräten vaginal oder rektal eingeführt werden. Sie können sich einfach in Sportkleidung draufsetzen und mit dem Beckenbodentraining beginnen.

 

 

Harninkontinenz: Was tun bei Blasenschwäche?

Harninkontinenz: Was tun bei Blasenschwäche?

Sozialer Rückzug und massive Beeinträchtigung der Lebensqualität sind oft die traurigen Folgen von Harninkontinenz. Viele Patienten trauen sich mit unkontrollierbarem Harnabgang nicht mehr unter Menschen, und auch beim Arzt ist das Thema unangenehm. Dabei lassen sich die Beschwerden beim Wasserlösen in vielen Fällen mit einem Beckenbodentrainingsgerät lindern, denn der Beckenboden spielt bei vielen Formen der Blasenschwäche eine wichtige Rolle.

 

Was versteht man unter Harninkontinenz?

Als Harninkontinenz definiert man das Unvermögen, Ort und Zeit des Urinabganges zu kontrollieren. Was uns von Kindesbeinen an selbstverständlich erscheint fällt im Alter und bei diversen Krankheiten zusehends schwerer oder wird unmöglich. Dabei reichen die Formen der Blasenschwäche von einem leichten Tröpfeln bei körperlicher Belastung oder Niesen bis zum vollständigen Verlust über die Kontrolle des Schliessmuskels.

 

Wie häufig ist Blasenschwäche?

Vorherrschende Ursache von Harninkontinenz sind altersbedingte Veränderungen der Beckenbodenmuskulatur und des Urogenitaltraktes. Bei Frauen steigt der Anteil mit Alter und Zahl der Geburten, der Durchschnitt liegt bei 6-10 Prozent. Ältere Männer leiden oft an Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie, BPH): Tritt die Harninkontinenz bei den 45-65-Jährigen noch zu 11 Prozent auf, sind es bei den über 80-Jährigen bereits 32 Prozent.

 

Welche Formen von Harninkontinenz gibt es?

Mediziner unterscheiden abhängig von Beschwerden und Ursachen mehrere Arten der Harninkontinenz. Die wichtigsten davon werden nachfolgend erläutert.

Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz)

Belastungsinkontinenz tritt bereits bei der geringsten körperlichen Anstrengung auf: Laufen, Heben, Niesen, Husten, Lachen. Unter dieser Form der Harninkontinenz leiden Männer und Frauen gleichermassen. Bei ersteren sind vor allem Prostatavergrösserung und Prostataoperationen ursächlich, Frauen leiden häufig nach der Strapaze von Geburten und hormonellen Umstellungen nach der Menopause an geschwächter Beckenbodenmuskulatur. Der überholte und unzutreffende Begriff Stressinkontinenz wird in Fachkreisen kaum noch verwendet.

Dranginkontinenz

Achtung Überfall! Wenn Sie von jetzt auf gleich plötzlich einen unbändigen Harndrang verspüren, nennt man das Dranginkontinenz. Blasenentzündungen sind bei Frauen der geläufigste Grund, zumal diese dank der kurzen Harnröhre besonders häufig auftreten. In beiden Geschlechtern können auch instabile Blasenmuskulatur, neurologische Erkrankungen oder Blasentumoren für eine Dranginkontinenz verantwortlich sein.

Mischinkontinenz

Von Mischinkontinenz spricht man, wenn eine Kombination aus Dranginkontinenz und Belastungsinkontinenz vorliegt. Man findet sie besonders häufig bei Männern nach Prostata-OP, die an Harnröhre und Schliessmuskel nicht folgenlos vorübergeht. Wie bei der reinen Dranginkontinenz ist eine diagnostische Abklärung der Ursache unbedingt erforderlich.

Überlaufinkontinenz

Bei Überlaufkontinenz geht bei voller Blase automatisch Urin ab, ohne dass der Patient Einfluss darauf hat. Die häufigsten Ursachen sind eine schwache Blasen- oder Beckenbodenmuskulatur oder eine Blockade der Harnröhre. Hierfür kommt bei älteren Männern vor allem die Prostatavergrösserung in Frage. Ansonsten beeinträchtigen Nervenschäden infolge Diabetes die Muskulatur oder blockieren Tumoren, Verengungen (Strikturen) und Blasensteine die ableitenden Harnwege.

Extraurethrale Inkontinenz

Extraurethral bedeutet ausserhalb der Harnröhre (Urethra), extraurethrale Inkontinenz, dass der Urin über unvorhergesehene Wege abfliesst. Zu den Ursachen gehören angeborene Defekte von Harnröhre oder Harnleiter, die sich bereits im Kindesalter manifestieren, oder sekundäre Schäden, etwa durch die Bildung von Fisteln zwischen Blase oder Harnleiter und Darm oder Scheide. Solche Umwege lassen sich nur durch eine Operation korrigieren, Beckenbodentraining kann lediglich die Reha unterstützen.

Reflexinkontinenz

Bei der Reflexinkontinenz lösen Nervenimpulse eine reflexartige Entleerung der Harnblase aus. Kontrollieren kann der Patient diesen Vorgang nicht, oft ist ihm noch nicht einmal Harndrang bewusst. Die Verletzung der beteiligten Nervenbahnen liegt im Rückenmark (spinale Reflexinkontinenz; Spina = Rückenmark) oder im Gehirn (supraspinale Reflexinkontinenz; supraspinal = oberhalb des Rückenmarks). Häufigste Ursachen für spinale Reflexinkontinenz sind Rückenmarksverletzungen, Querschnittslähmung und Multiple Sklerose, für supraspinale Reflexinkontinenz Demenz, Parkinson und Schlaganfall. Beckenbodentraining stösst hier an seine Grenzen; stattdessen kommen ein Dauerkatheter oder Blasenschrittmacher zum Einsatz.

 

 

Wie kann Beckenbodentraining bei Harninkontinenz helfen?

Bewährt hat sich Beckenbodentraining bei den häufigsten Formen einer Harninkontinenz: Belastungsinkontinenz, Stressinkontinenz und ihren Mischformen. Diese machen über 90 Prozent der Fälle von Blasenschwäche aus. Ein spezielles Beckenbodentrainingsgerät erleichtert die täglichen Übungen.

Als besonders innovativ gelten moderne Beckenbodentrainer wie das PelvicTool von Alonea. Setzen Sie sich in normaler Sportbekleidung auf das Gerät und verfolgen Sie mit der zugehörigen App Ihr Training an Handy oder Tablet. Die hochempfindlichen Sensoren zeigen, welche Muskeln Sie gerade anspannen – besser lässt sich der Übungserfolg nicht visualisieren. Endlich wieder müssen können, wenn man das tatsächlich will sichert ein grosses Stück Lebensqualität.

 


Quellen, Links und weiterführende Literatur