Nach einer nervenschonenden Prostataentfernung erlebte Heito Saladin eine ausgeprägte Inkontinenz und grosse Unsicherheit bei der Ansteuerung seines Beckenbodens. In der Reha lernte er das Alonea PelvicTool kennen. In seinem Erfahrungsbericht beschreibt er, wie ihm das visuelle Biofeedback half, seinen Beckenboden bewusster wahrzunehmen, gezielter zu trainieren und neue Motivation für das tägliche Üben zu finden.
Wie alles begann
„Im Frühjahr 2025 wurde bei mir im Alter von 65 Jahren beginnender Prostatakrebs diagnostiziert.
Nach weiteren ärztlichen Abklärungen stand fest, dass dieser einer eingehenden Behandlung bedarf. In Folge umfassender ärztlicher Beratung und Aufklärung entschloss ich mich zu einer «Nervenschonenden Prostata-Totalentfernung».
Die dazu notwendige OP fand im Frühsommer statt. Aufgrund einer Verlaufskomplikation musste ich den notwendigen Blasenkatheder etwas länger tragen als regelhaft geplant.
Nach dessen Entfernung kämpfte ich mit dem Problem, keine Harnhaltefunktion mehr zu besitzen. Getreu dem Motto „wenn´s läuft, dann läufts“ fühlte ich mich mit 100 % Inkontinenz versehen, wie ein unkontrolliert fliessender Springbrunnen, nur in umgedrehter Sofortfunktion – Oben rein, Unten raus.“
„Nach einer NS-RPE-Operation begann ich in der Anschlussheilbehandlung (AHB)-Reha meinen Beckenboden zu trainieren. Dessen Ansteuerung zur Aktivierung des Harnröhrenschliessmuskels fiel mir schwer.
Ergänzend zum Reha-Programm lernte ich in der zweiten Aufenthaltswoche das PelvicTool von Alonea kennen. Es begeisterte mich von Anfang an. Schnell konnte ich auf spielerische Art meinen Beckenboden wahrnehmen und den Schliessmuskel erfolgreich trainieren.“
Nach der Klinik und vor der Reha
„Nachdem bereits in der Akutklinik ein Antrag zur Anschlussheilbehandlung (AHB) gestellt wurde, erhielt ich von der Rehaklinik relativ schnell eine Mitteilung, dass ich bei diesen auf der Warteliste stehe. Dazu galt es zuhause eine Zeit von ca. 12 Wochen zu überbrücken.
Als „Dauerpinkler“ hatte ich 24-Stunden das Problem unkontrollierten Harnabgangs. In dessen Folge lief ich ganztägig zuhause und ausser Haus mit einer grossen Umhängetasche mit hochsaugfähigen Einlagen, Sitzauflagen, Waschutensilien und Kleidung zum Wechseln herum.
Überrascht war ich durch meinen offenen Umgang mit der Erkrankung und dessen Inkontinenzfolgen, dass ich bei allen Kontakten stets offene Ohren und Hilfe fand, wenn ich Wechselbedarf hatte.
Da ich selbst ausgebildeter Physiotherapeut war und lange Zeit davon auch Krebspatienten betreute, begann ich meinen „Selbstversuch“ zum Training des Beckenbodens und des Harnröhrenschliessmuskels. Dies in Verbindung mit Übungen für die gesamt untere Rumpfregion nebst Gesäss und Oberschenkeln.
Der Erfolg war eher leidiglich, da ich kein Gefühl hatte, WIE und WO ich meine Beckenregion trainieren sollte.“
In der Reha
„Nachdem ich von der Rehaklinik Parksanatorium in Aulendorf (Oberschwaben) meine AHB-Einladung bereits vier Wochen früher als geplant bekam, trat ich meine Reha mit zwiespältigen Gefühlen an.
Zu Beginn wurde ein Inkontinenzgrad 4-5 von 5 ermittelt. Dank eines umfangreichen Reha-Programms bestehend aus Einzel- und Gruppengymnastik, Gerätetraining, Elektro- und Wassertherapie, Ernährungsberatung, Vorträgen und Gesprächen zu Krankheitsursache, -verlauf und zukünftigen Verhaltensmöglichkeiten mit Ärzten, Psychologen und Sozialdienst war mein Tag mehr als ausgefüllt.
Ergänzend dazu war meine „Anreise- und Tischgruppe“ engagiert und wir unternahmen abends gemeinsame Spaziergänge, Museenbesuche etc. im Bereich der Klinik und im Ort selbst, nebst Kurpark, Schloss, Museen sowie des umgrenzenden Umlandes.“
Während der Reha
„Ab der zweiten Woche stellten sich langsam Rehaerfolge ein. Mein Inkontinenzgrad reduzierte sich auf die Stufe 4-3/5. Zum bestehenden Reha-Programm kam ein Zusatztraining auf einem Gerät zum Beckenbodentraining hinzu.
Mit diesem kam ich jedoch nicht zurecht. Mein Therapeut stellte mir daraufhin ein neu erhaltenes Gerät der Klinik zum Beckenbodentraining vor: Das „Alonea PelvicTool“. Nach kurzer Einführung und Anleitung konnte ich mit diesem selbst problemlos trainieren. Vom Gerät war ich sofort begeistert, da ich zunehmend lernte, meinen Beckenboden und somit auch meinen Harnröhrenschliessmuskel gezielt zu aktivieren.
Die damit verbundene Motivation führte dazu, dass ich bereits am Morgen ein kurzes Training mit dem PelvicTool absolvierte. Manchmal zusätzlich auch noch während des Tages oder am Abend. Spielerisch lernte ich innerhalb kurzer Zeit festzustellen, ob ein PelvicTool-Training sinnvoll war oder nicht.
Denn je nach Tageszeit und -verfassung schwankte die Ansteuerungsfähigkeit meines Beckenbodens. Somit konnte ich mein Beckenbodentraining effizient und effektiv gestalten.
In der dritten Aufenthaltswoche reduzierte sich mein Inkontinenzgrad auf 3-2/5, was einer sehr guten Entwicklung entsprach. Zum Entlasstermin in der 4. Reha- / Verlängerungswoche bewegte ich mich auf den Inkontinenzgrad 3-2/5 und gelegentlich 2-1/5 zu. Dies auch Dank des gezielt möglichen Trainings mit dem Alonea PelvicTool.“
Anmerkung:
„Nicht nur ich war von dem Alonea PelvicTool begeistert, sondern auch meine auf dem Beckenbodentrainer trainierenden Mitrehabilitandinnen und Mitrehabilitanden.
Da das PelvicTool auch eine Rückmeldung zu erreichten Übungspunktwerten und Zeitverlauf vermittelte, motivierte dies ein kleines Team meiner „Anreise- und Tischgruppe“ dazu, jeden zweiten Tag einen kleinen abendlichen Übungswettkampf zu veranstalten.
Diesen getreu dem Motto: „Wer kann seinen Beckenboden am besten und schnellsten aktivieren, der erhält vom Rest der Gruppe ein Getränk der Klinik-Cafeteria spendiert.“
Nach der Reha
„Direkt nach der Reha – im Herbst 2025 – nahm ich meine Arbeitstätigkeit als Qualitätsverantwortlicher für mehrere eigene Rehakliniken einer grossen Versicherung wieder auf.
Schnell hatte mich der Alltag erneut im Griff. Jedoch betreibe ich seither konsequent mein gelerntes „Heimübungsprogramm“ und gehe zweimal wöchentlich zur Nachsorge-Rehabilitation in ein ambulantes Therapiezentrum.
Trotz weiterhin hoher Motivation stellte ich fest, dass mir das wirkungsvolle Training mit dem Alonea PelvicTool fehlte. Dies veranlasste mich, meinen Arbeitgeber und das Reha-Zentrum über das Alonea PelvicTool zu informieren und dessen Interesse dazu zu wecken.
Beim Arbeitgeber dahingehend, das PelvicTool im Rahmen dessen Betrieblichen Gesundheitsförderung anzubieten sowie Mitarbeitende des Reha-Zentrums dahingehend zu motivieren, das Gerät als wirkungsvolles Ergänzungsgerät in ihr Trainingsangebot mit aufzunehmen.
Fazit
„Das PelvicTool war für mich in der Reha eine Bereicherung. Nach der Anleitung durch die Therapeuten konnte ich selbstständig damit üben und sah direkt, ob ich meinen Beckenboden richtig ansteuere. Gerade diese Rückmeldung hat mich motiviert und mir geholfen, meinen Beckenboden bewusster zu spüren und gezielter einzusetzen.
Heute habe ich ein PelvicTool auch zu Hause. Damit kann ich mein gelerntes Heimübungsprogramm ergänzen und die Fortschritte aus der Reha langfristig weiter unterstützen.“
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